An dem regnerischer Januartag besuchen wir Garten und Gärtnerin in Jesserndorf. Trotz des Wetters empfängt uns die junge freudestrahlende Gärtnerin. Schon von draußen vor dem alten Bauernhof sind wir gefangen von den üppigen Schlehen, die uns entgegen leuchten. Wir betreten den Hof, der an den Rändern gesäumt ist von kleinen Pflanzungen und Semper viven. Besonderes Interesse findet die Scheunendurchfahrt, in der ein alter Bulldog parkt, auf den sich der Sohn der Familie schon freut. Rosen biegen sich ungestüm an den Häuserwänden empor und wir ahnen, welche Pracht uns erst im Mai hier erwarten wird.

Weiter geht der Weg in den kleinen Selbstversorgergarten, der sogar jetzt im Winter Salate, Kohl und Rucola hervorbringt. Daneben hat sich der Sohn einen kleinen Holzofen gebaut. „Daraus schmeckt die eigene Pizza nochmal so gut.“ schwärmt die Gärtnerin. Zwischen den Obstgehölzen hat sie einmalblühende Rosen gepflanzt. Mme Boll fühlt sich hier wohl, hören wir und wenden uns den Bienenkästen zu. Wir lauschen, wie es darin leise summt und brummt. Die freuen sich bestimmt schon, bald wieder in der Blumenwiese nach Nektar zu suchen. 

Nicht nur die Kinder lieben die Kaninchen und Zwerghühner, die auf der Wiese schon mal herumlaufen dürfen. „Aber nicht zu lang, die fressen sonst zu viel Regenwürmer!“ Zum Abschluß bekommen wir noch eigenen Honig, um den sich der Junior mit Begeisterung kümmert. Wir sind sicher, dass wir im Frühjahr hier wieder vorbeischauen.