Der Hanggarten ist nach Südwesten ausgerichtet, so ist er trotz seiner Höhenlage im Steigerwald geschützt und warm. Als erstes entdecken wir die Loggia mit dem Parterre. Es besteht aus vier Buchskarres mit Wegekreuz und im Zentrum einen Putto, auf der Weltkugel sitzend. Bepflanzt sind sie mit Iris, Allium, Lavendel und Rosen. Am Gebäude klettert eine große Wisteria und gibt dem Parterre seine südliche Leichtigkeit, dahinter wächst noch ein riesiger Holunder. Oberhalb des Parterres befindet sich die alte Obstwiese, hier tummelt sich eine bunte Hühnerschar. Ein Apfelbaum ist bis in die Spitze von einem Rambler überwachsen. Auf dem Weg zum nächsten Gartenteil erzählt uns die Gärtnerin von ihren Gartenreisen nach England.

Ob die Vorliebe der Gärtnerin für besondere Bäume von der Obstwiese mit alten Apfelbäumen stammt, oder ob die Familientradition der Holzverarbeitung in der Möbelherstellung hier abgefärbt hat, war bei der Besichtigung des Gartens nicht zu klären. Doch die Vielzahl an außergewöhnlichen Gehölzen ist bemerkenswert. Einem Arboretum gleich, finden sich auf dem halben Hektar Garten Goldulme, Taschentuchbaum, Tulpenbaum. Die Schattenbereiche sind mit Hosta, Akeleien, und Fingerhut bewachsen. Der Hanggarten mit Strauchpäonie und Samthortensie ist mit Iris und Geophyten unterpflanzt. Mitten am Hang befindet sich eine große Terrasse, wo es sich trefflich unter einer Trauerweide sitzen läßt, die im Sommer ein wunderbares Licht gibt. Ein kleiner Teich mit Gräsern umgeben, befindet sich oberhalb der Weide.

Dieser Rundgang machte schon mächtig Lust auf das Frühjahr…………