Der Gartenbesuch in Hafenpreppach im Winter war eine echte Überraschung. Auch ohne Grün und Blüten haben wir wunderbare Eindrücke mitgebracht. Auf einer Anhöhe in den Haßbergen gelegen, grenzen das schöne Holzhaus und der Garten direkt an ein Feld. Hier öffnet sich der Blick in die weite Landschaft. Aber auch der kalte Ostwind bläst hier frei in den Garten, wäre da nicht eine 50 Jahre alte, inzwischen fast 5 m hohe Thujahecke, die hier wirklich Sinn macht.

In dem geschützten Kleinklima wachsen ca. 50 Rosen. Der Gärtnerin kommt es bei der Auswahl der Sorten vor allem auf Duft und Aussehen an. So stehen historische Damaszener neben der modernen Rose ‚Schneewittchen‘. Rosen sind hier in dem schweren Lehmboden einfach perfekt mit ihren tiefen Wurzeln. Da muß auch in Sommern wie 2018 nicht gegossen werden. Um und am Haus wachsen und wuchern Kletterhortensien an Spalieren und lassen schon erahnen, wie üppig der Garten im Sommer wirkt. Daneben trotzt die Silberkerze den kalten Ostwinden. Staudenclematis wie Clematis vitalba ranken am Haus empor und andere blaue Staudenclematis sind auf der verbliebenen Rasenfläche zu finden.

Über dieser Rasenfläche liegen abwechselnd Gärtner und Gärtnerin n der Hängematte ab und träumen von neuen Ideen. Die Hängematte ist zwischen zwei Kugelakazien aufgehängt, die zunächst wie Kopfweiden wirken. Selbstgebaute Rankhilfen finden sich neben Sitzgelegenheiten und den drei Terrassen, die um das Haus sinnvoll verteilt sind – für jede Tages- und Jahreszeit der richtige Platz. Ein besonders interessanter Gartenraum befindet sich vor dem Hauseingang hinter der Garage. Hier hat der Hausherr eine faszinierende „Outdoorküche“ aus Paletten gebaut, die es wert ist, in einem eigenen Bericht vorzustellen. Wir freuen uns auf das Frühjahr, wenn die Rosen blühen.