Kommt der Reisende zum Haus des Gärtners, so steht er vor zwei kleinen Moorteichen, die miteinander verbunden sind. Hier fühlen sich Molche und Ringelnattern wohl. „Goldfische sorgen für eine mückenfreie Zone“ so der Gärtner, ein finnischer Baumschulmeister. Sein natürlicher Garten enthält entsprechend reichlich Gehölze. 20 alte Apfelsorten, wie z.B. ein gelber Zimtapfel aus Finnland und der ‚Stark Earliest‘ aus Kanada wachsen hier. Aber auch die Korkenzieherhaselnuss und der Walnußbaum. Mehrere schwedische Pflaumen wachsen neben der heimischen Hauszwetschge. Am Zaun zur Straße hat der Gärtner gleich mehrere Haselsträucher für die Spechte gepflanzt. Mehrere alte heimische schwarze Johannisbeeren stehen neben neueren schwedischen Johannisbeeren der Sorte ‚Titania‘. Der Gärtner deutet auf den unterschiedlichen Habitus. Die Ruten der alten Sorten biegen sich zum Boden hin, zum einwurzeln um neuen Büsche zu bilden, während die ‚Titania‘ gerade nach oben wächst und die Ernte somit einfacher wird.

Zwischen den Gehölzen wachsen auch immer wieder Rosen, so die ‚Rosa pimpinellifolia Plena‘ aus Finnland, die ‚Leonardo da Vinci‘ und wilde Rosa canina. Ein wahres Eldorado ist diese Obstwiese für die Vögel. An die 50 verschiedene Vögel hat er schon beobachtet, darunter Sperber, Grünling und Dompfaff.

Jetzt im Januar wird das Gehölz geschnitten und die Äste bleiben in Haufen für die Igel liegen. Alte Gehölzhaufen werden zu Mulch verarbeitet. Ganze Körbe von winterfesten Opuntien aus Nordamerika hat er für den Winter etwas geschützt gestellt. Am Ende des Gartens wachsen wilder Sanddorn. Hier hat er eine Goldregenallee gepflanzt, die im Frühjahr sicher ein Erlebnis ist. Auf dem Weg zurück zum Haus, kommen wir an 400 qm Gemüsebeeten vorbei. Hier befindet sich noch ein Hochbeet für Kräuter, ein Teich zum Regen sammeln. Mitten im Obstgarten erstreckt sich ein ca 20 m langes eingeschossiges Gebäude, dass immer wieder erweitert wurde. Da darf der Besucher noch einen schnellen Blick hinein werfen. Eine tropisch feuchte Luft kommt ihm entgegen. Der ganze Raum ist voll mit tropischen Topfpflanzen, z.B. Früchte tragende Ananas. Auf dem Rückweg zu den Moorfteichen kommen beide an einer Kräuterspirale vorbei und naschen noch von den Cranberries.