Unter den Staudenfreunden ist der Garten durch seine Sammlungen von Schneeglöckchen, Päonien, Helleborus und Orchideen längst bekannt. Dafür ist das Ehepaar Lutz viel gereist. Besonders die Orchideen in Südamerika hatten es ihnen angetan, so daß kurzerhand neben das im ersten Stock liegende Wohnzimmer ein Warm- und Kalthaus auf einen Anbau gesetzt wurde – wahre Pflanzenleidenschaft kennt keine Grenzen!

Es ist noch früh im Jahr, aber die ersten Glöckchen sind schon zu sehen, die vielen unterschiedlichen Raritäten halten sich noch zurück. Von den Helleborus hat die Gärtnerin schon die Blätter entfernt, damit sie pilzfrei bleiben und ihre Blüten demnächst besser zu sehen sind.

Der Besucher betritt das Gelände über eine seitlich des Hauses liegende Einfahrt. Schon an den Seitenmauern finden sich Steinarbeiten des Gärtners. Eine zweite Leidenschaft, bei Abbrucharbeiten alter Häuser gesammelte steinerne Türpfosten zu künstlerisch gestalteten Stelen zu verwandeln. Im gesamten Garten finden sich Zeugnisse seiner Schaffenskraft. Der Reisende betritt den Garten von der linken Seite. Vor ihm breitet sich die Gartenfläche aus, seitlich eingefasst von hohen Kiefern, Tannen und Fichten. Damit treten Nachbarhäuser der Kleinstadt nicht mehr ins Blickfeld. Mitten in der ca. 50 m langen Gartenflucht befindet sich ein Pfad, der wie eine Sichtachse wirkt. Der Pfad befand sich schon dort, bevor der Garten angelegt wurde. Er teilt den Garten in eine linke und eine rechte Seite und läuft auf einen mächtigen Birnbaum zu, der den Garten überragt.

Auf der linken Gartenseite verläuft ein Rasenpfad vor den seitlichen Gehölzen, Zwischen Rasen und Mittelachse liegt noch ein Staudenbeet, dem Miscanthus und einige Buchskuben im Winter Struktur geben. Überhaupt hat der Rasen nur deshalb überlebt, weil er als Bühne der Frühlingsblüher wie Krokus und Narzisse dient. Die rechte Hälfte ist geprägt von hohen Strauchpäonien, die um einem kleinen Teich wachsen und den Sitzplatz halb verdecken. Am künstlerisch gestalteten Sitzplatz finden sich viele Skulpturen aus Stein, Bronze und Terracotta. Ein kleinerer alter Apfelbaum dient einem alten Rambler dem Himmel entgegen zu streben. Überhaupt finden sich überall kleine Beete mit Schneeglöckchen, die schon in Wartestellung sind und manches vorwitzig hervorlugt. Am Birnbaum angekommen, bilden zwei Steinpfosten und eine Hecke die Abtrennung des hinteren Gartens, in dem chinesische und andere Strauchpäonien auf ihren Auftritt warten. Zunächst aber wird die ganze Fläche von Schneeglöckchen überwachsen sein.

Zurück am Eingang blühen schon Winterjasmin und Winterblüte …..spätestens zur Blüte von Helleborus und später den vielen Strauchpäonien sind wir wieder hier.