„Maler sind gewissermaßen Gärtner im philosophischen Raum.
Maler und Gärtner graben den Boden um und erkunden dessen
Beschaffenheit, ehe sie etwas Spezifisches hineinpflanzen,
freilich in der Hoffnung, es möge gerade dort gut gedeihen.
Ich pflanze Fragen und manchmal wächst daraus eine Antwort.
Ich male und pflanze und staune über das Wachsen der Dinge.“
Gerd Kanz, Februar 2016

Schon auf der langen Zufahrt zur mehrgeschossigen ehemaligen Brauerei spürt man die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Vor den terracottafarbenen Fassaden erstreckt sich die ebene Gartenfläche. Auf halber Strecke, gegenüber den Gebäuden, steht eine alte Kastanie frei im Raum. Eine breite Rasenfläche verläuft diagonal über den Platz auf das hintere Gebäude zu, gesäumt von Staudenbeeten. Ein kleiner Pfad führt bis zur Mitte der Rasenfläche auf das Haus zu. Hier ist der Eingang zum Atelier. Ein gut proportionierter Zwischenraum zum hinteren Gebäude, der Galerie des Künstlers, eröffnet einen Durchblick auf die Dorfmitte mit Kirchturm. Auf der Gartenseite fällt zunächst ein rechteckiger Teich, entlang des Gebäudes ins Auge. Am Ende befindet sich eine Loggia, die zum Verweilen einlädt. Der Blick schweift weiter nach links über die Staudenbeete mit einzelnen hohen Gräsern. Die Beete ziehen sich bis zur Kastanie. Jetzt im Winter sind die Strukturen gut zu erkennen. Der Küstler begrüßt uns herzlich und bittet uns herein. Drinnen im Atelier zeigt er uns seine Sommerbilder.

Begeistert erzählt er von seiner Vorliebe für Taglilien und Iris, von Hosta, Rosen, den Sichtachsen im Garten und von der Feuerstelle, die von behauenen Steinen als Sitzblatz kreisförmig angeordnet sind.

Nach langem Gespräch am Holzofen ist es dunkel, als wir den Heimweg antreten……

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