Besucherinfo

Bei der Anfahrt zum Anwesen von Frau Walter halte ich an der Hauptstraße. Ich bewundere den Park mit alten Bäumen neben dem Haus. Der gehört noch zum Grundstück, werde ich aufgeklärt und gebeten, das dreieckige parkähnliche Gelände zu umfahren. Nach dem freundlichen Empfang betreten wir den Garten, der von Außen nicht einsehbar ist. Welch ein Anblick! Vor mir liegt ein runder Senkgarten mit einer Palme.

Links davon glitzert ein rechteckiger Teich, von Stauden und Gräsern in herbstlichen Farben gefaßt. Nach Rechts befinden sich hohe Fichten und Gehölze. Überall öffnen sich kleine und größere Plätze, die zum Sitzen einladen. Runde Bankmauern, Gartenstühle, Pergolen und Lauben mit schattigen Sitzplätzen.

Von überall schauen mich die Augen kleiner bunter Vögel, Drachen und anderer Bewohner aus Ton an. Eine lustige Gesellschaft, die zwischen Stauden, Gehölzen und dem Teich ihre ganz eigene Welt bewohnt. Da beginnen die Figuren von geheimen Dingen zu erzählen. Die Stimmung nimmt mich gefangen und begeistert mich.

Wir gehen den hinteren Teil des Gartens entlang, der dem Gemüse und Beerenobst vorbehalten ist. Dazwischen leuchten die Rittersporne um diese Zeit. Wir kommen zu drei mannshohen Baumstümpfen – die nächste Skulpturengruppe, wie ich erfahre. Hier fehlen noch die Hüte auf den Baumstümpfen, Bowler, Zylinder und Kappe. Das werden europäischen Herren im Gespräch, erfahre ich. In diesem Teil befand sich bisher ein Wald, der aber etwas gelichtet werden musste.

Bei einer Tasse Kaffee in der Loggia erfahre ich mehr über die Kunstwerke. Sie sind alle aus Ton, bei sehr hohen Temperaturen gebrannt und mit verschiedenen Salzen und Metallen farbig gestaltet. Dann besuchen wir die Werkstatt mit dem Gasbrennofen neben einer alten Feige. Hier im Garten fanden bisher jährlich Kunsttage mit befreundeten Künstlern statt.

Zurück geht es an der Rückseite des Teiches, vorbei an Enten und blauen Drachen. Wir betreten die Ausstellungsräume der Künstlerin. Abschließend werfen wir einen Blick in den „Park“ mit einer alten Eibe.

Ach ja die Hemerocallis – da komme ich bestimmt noch mal im nächsten Jahr vorbei.