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Schon bei der Auffahrt zum Garten bemerke ich die schöne Herbstfärbung von Gehölzen und Sträuchern. Der vordere Gartenteil liegt nach Süden, so ist der Bereich links der Einfahrt sehr trocken und wurde mit standortgerechter Bepflanzung als Kiesgarten angelegt. Gärtnerin und Gärtner erklären mir, dass der Garten für sie ein Ort geworden ist, wo sie neue Kraft schöpfen. Es wird naturnah gegärtnert und das ganze Jahr blüht es, um den Insekten Nahrung zu bieten. Es hat sich eine Artenvielfalt etabliert, die dafür sorgt, dass es summt und brummt. Igel und Eidechsen fühlen sich wohl. Im Vorgarten trägt eine Kastanie ihre Früchte, die auch schon auf dem Boden zu finden sind. Die Baumscheiben sind mit Stauden bepflanzt und bieten Vögeln und Kleintieren Schutz.

Weiter hinten steht eine alte Trauerweide, die einmal vom Blitz getroffen wurde und ihren Pflegeschnitt in den nächsten Tagen erhalten wird. Überall finden sich versteckt Insektenhotels. Wir gehen einen leichten Hang hinauf zum Bio-Küchengarten, der aus fünf Hochbeeten besteht, wo auch Kartoffeln angebaut werden. Zwei Kompostkästen werden abwechselnd befüllt und als Humus im Frühjahr verteilt. Wirklich bemerkenswert ist die fast ein Meter breite und hohe Buchshecke, die selbst gezogen wurde. Wie ein Band schlängelt sie sich durch den Küchengarten, bildet eine runde Einfassung und endet am Staudenbeet hinter dem Haus. Dort beginnt das Jahr mit wilden Tulpen und Iris, gefolgt von Stauden, die im Sommer- und Herbst blühen. Unterhalb zum Haus wachsen über zwei Meter hohe Paprika und Tomatenpflanzen, gesäumt von einer langen Rosenhecke. Die Gärtnerin führt Buch über die Dinge, die sich im nächsten Jahr anders haben möchte, so sind die Arbeiten für Herbst und Frühjahr planbar.

Den oberen Gartenteil bildet eine Wiese mit Gehölzen. Hier stehen Obstbäume neben Ziergehölzen. Das steht die Birne neben dem Schneeball, dem Zierapfel ‚Red Sentinel‘ und ein Amberbaum Liquidambar styraciflua ‚Worplesdon‘. Oberhalb des Gartens liegt ein Acker, der mit dichter Gehölzbepflanzung abgegrenzt ist. Darunter findet sich ein Wall aus Ästen und Zweigen für die Kleintiere. Eine, von verschiedenen Gehölzen und Wein umrankte Scheune beherbergt die Gartengeräte und versteckt die Regenwassertanks. Ein schöner Garten, der verschiedenste Standorte für Pflanzen enthält, neben Sonnen- und Schattenplatzen, duftende Bereiche enthält, in denen auch Gärtner und Gärtnerin Kraft schöpfen können.