Veranstaltungen im Naturpark Haßberge

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich 37 Wanderer auf, der Rangerin des Naturpark Haßberge, Katja Winter, durch den Landschaftspark Gereuther Tann zu folgen. Ausgangspunkt war die Kirche in Gereuth, vor dem ehemaligen Wasserschloß. Der Bau der Kirche wurde durch den umtriebigen Architekten und Lehrmeister Baltasar Neumanns, Josef Greising beaufsichtigt. Es wird erzählt, dass Greising täglich viele Baustellen der Region besuchte. Dazu mußte vor Ort ein frisches Pferd bereitgestellt werden. Während des Wechsels der Pferde an der Kutsche erfolgte die Inspektion und Anweisung für die Handwerker.

Zunächst ging die Führung zu einer Streuobstwiese. Hier wurden die Zusammenhänge der Biodiversität in einer Streuobstwiese erläutert: Wendehals, die braune Langohr-Fledermaus, Igel, Zauneidechse, einige der über 500 Arten von Bienen und der Admiralfalter leben hier nebeneinander. Streuobstwiesen sind ganzjährig besonders artenreiche Lebensräume in unserer kleinteiligen, vielfältigen Kulturlandschaft im Naturpark Haßberge. Enorm wichtig ist hier die hohe Strukturvielfalt der Streuobstwiesen wie zahlreiche Höhlenstrukturen in älteren Obstbäumen, Totholz- und Steinhaufen, Heckenzüge und arten- sowie blütenreiche Mähwiesen oder Weiden, auf welchen die Bäume stehen. Weiter ging es über den Panoramaweg, von dem der Blick bis Kloster Banz und Kloster Vierzehnheiligen reichte. Dieser Blick war es auch, den vor zweihundert Jahren die Besucher des „Vergnügungsparks“ Gereuther Tann bei Bier und vielleicht einer Bratwurst genießen konnten.

Der Weg führte vorbein an den Ruinen der „alten Burg“ die künstlich angelegt wurde. Hier war für einen Schießstand mit Bewirtung aus einem Bierkeller. Unterhalb der Ruine findet sich der Lochstein, um den sich manche Geschichte rankt. Weiter ging es, vorbei an der künstlichen Eremitenwand, zu der großen Senke mit Bierkeller, wo die Rangerin die Phantasie der Wanderer entfachte. Ein lustiges Treiben und Genießen an Holzbänken und ein heiteres Tanzen erstand vor dem geistigen Auge der Wanderer. Hier finden sich auch die Rückertsteine und eine Gedenktafel für den Dichter.