Gästeführungen Gartenkunst im Landschaftspark Bettenburg

Führungen im Naturpark Haßberge

Letzten Samstag fanden sich neun unverzagte Wanderer trotz Regen zur Führung durch den Landschaftspark Bettenburg. Die gemeinsame Führung von Reinhard Schneider und der Rangerin Katja Winter war eine gelungene Kombination von Gartenkultur und Naturerlebnis. In der Rolle des Parkgründers Christian Truchseß zu Wetzhausen begrüßte Reinhard Schneider die Teilnehmer als „Gäste der Tafelrunde“. Vom Denkmal für die Förderer der Gartenkunst ging es durch die vielfältige Landschaft auf historischer Route durch den Park. Die Zeit der napoleaonischen Besatzung wurde lebendig, während aus dem Orchester des Vogelzwitscherns Katja Winter die Solisten vorstellte. Überhaupt fanden sich am Wegrand immer wieder, vom leichten Regen hervorgelockt, Schnegel, nicht zu verwechseln mit Nacktschnecken. Besondere Stauden und Gehölze wurden vorgestellt, die von dem historischen Bestand kündeten. Begleitet von philosophischen Gedanken, angeregt durch die Inschriften, die einst den Park ausmachten, staunte die Tafelrunde über die Bedeutung und den Sinn der Denkmäler. Am Minnesängerplatz angekommen lauschte man Gesang und Klavier vom Liederabend im letzten Herbst. Spontan kam es zur künstlerischen Darbietung von Vater und Tochter. Am Dichterhaus angekommen, krönte die Sicht auf die Bettenburg zwischen dem austreibenden grün der Buchen die Wanderung.

„Der ’sanft-melancholische Garten‘ ist zurecht beispielhaft für eine ‚ökologische Gartenästhetik‘.“ war das Resümee der Tafelrunde. „Wir konnten die Natur mit allen Sinnen genießen!“.