Gartenparadiese Haßberge

Grüne Paradiese: Private Gärten, Kräutergärten, Pfarrgärten, Künstlergärten – Parks und Schlossparks, Kulturlandschaften

Wie funktioniert biologisch gärtnern?

Bewässerung:

Für Gemüse gilt:
• Je Gießgang sollen 10 – 15 l/qm gegossen werden, um
mit dem Wasser 10- 15 cm in den Boden einzudringen.
• Je Woche sollen 3 – 4 Gießgänge vorgenommen werden.
• Dabei sollen 30 – 40 l gegossen werden.

Zeigt der Regenmesser 10 l/qm, so sind noch 20 – 30 l/qm zu gießen.

• 1 Blumenkohl benötigt z.B. 300 l Wasszur Reife.
• morgens gießen um die Schnecken nicht zu locken
• über 2 Stunden verteilt gießen, damit das Wasser
langsam eindringen kann.

Am Besten erfolgt das Gießen mit einer Tropfbewässerung.
Diese gibt es auch für Regenwasser. Dabei muß der Speicherbehälter ca. 2 m über dem Beet liegen.

Für Stauden gilt:
Stauden benötigen weit weniger Wasser. Sie sollen tiefe Wurzeln bilden um Trockenperioden zu überstehen. Dazu müssen sie richtig erzogen werden. In trockenen Zeiten ist 14 tägiges Gießen ausreichend, dann aber min. 20 l / qm.
• Erst wenn morgens die Pflanze den Kopf hängen läßt,
ist es Zeit sie reichlich zu gießen.

Düngung

90 % der bayerischen Böden sind ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Eine zusätzliche Düngung ist somit nicht nötig.
Über eine Bodenprobe können Sie feststellen lassen, wieviele Nährstoffe im Boden enthalten sind und was Sie ggf. düngen könnten.

Lediglich Stickstoff soll eingebracht werden. Der Stickstoff ist in pflanzlichem Material gebunden. Dabei ist folgendes zu beachten:
• Kompostgabe, hier reicht ein 10 l Eimer für 3 qm.
• Mulchen mit Rasenschnitt. Den Rasenschnitt dünn über
die Beete verstreuen.
• Ein vitales Bodenleben ist wichtig. Je mehr Regen-
würmer sich zeigen, desto vitaler ist der Boden.
Düngung mit Blaukorn oder chemischer
Pflanzenschutz führt zur Schädigung des Bodenlebens.

• Das Umgraben ist nur bei schweren Lehm- oder
Tonböden erforderlich. Für alle anderen gilt,
diese Arbeit können Sie sich bedenkenlos ersparen.


• Umgraben bitte erst nach dem ersten Frost im Dezember o. ab Februar. Sonst kommt der Stickstoff zu früh in die Erde, wo er als Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen wird.

Böden in Neubaugebieten

In Neubaugebieten gibt es oft das Problem der Verdichtung des Bodens durch schwere Baumaschinen. Der verdichtete Boden sollte unbedingt aufgelockert werden bevor Mutterboden aufgebracht wird. Passiert dies nicht, kann es später zu Staunässe kommen. Das ist eine Problemursache, die oft nicht erkannt wird.

Nützlinge und Insekten

Um für Nützlinge und allgemein für Insekten gute Bedingungen zu schaffen ist nur wenig nötig.
Hier ist es nach Wichtigkeit sortiert:

  1. Vielfalt des Nahrungsangebtes über die ganze Vegetationszeit.
  2. Wasserstelle mit flachem Rand in der Nähe
  3. Standortgerechte Pflanzung, in Franken nur Pflanzen der Feuchtezahl 1 oder 1-2 trocken. Im Fachhandel oder beim Staudengärter sind diese Angaben zu den Pflanzen verfügbar.
  4. Insektenhotel. Dies soll nach Süden ausgerichtet stehen, nahe dem Wasser, an einem ruhigen Platz im Garten. Die Nisthilfen sollten vor Regen geschützt sein. Als Nisthilfe ist am besten Hartholz, mit Bohrduchmessern 2 – 9 mm, ohne Splitter an den Öffnungen.
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